Patronate und Gönner
Eigene Formen festlegen, Patronate erfassen, Laufzeiten nutzen und die steuerliche Grenze zwischen Spende und Werbung kennen.
RedaktionPatronate+ Patronat
Ein Sponsor bekommt eine Gegenleistung und steht mit Logo auf der Sponsorenseite. Ein Patron unterstützt euch mit einem Betrag, oft ohne dafür etwas zu wollen. Beides gehört nicht in dieselbe Liste, weil beim Patronat ein Betrag, eine Laufzeit und häufig eine Person dahintersteht.
Zuerst: eure Formen festlegen
Patronat
«Patronat» heisst bei jedem Verein etwas anderes. Der eine führt Spieler-Patronate für die erste Mannschaft, der nächste Passivmitglieder zu 50 Franken und Bandenwerbung über drei Jahre, der dritte eine Gönnervereinigung. Darum gibt ClubKit keine Liste vor: Ihr legt die Formen an, die ihr wirklich führt — und nur die.
Pro Form legt ihr fest, wie sie heisst, was sie kostet, wem sie zugutekommt und ob sie auf der Website erscheinen darf. Solange ihr keine Form angelegt habt, gibt es weder den Menüpunkt noch die öffentliche Seite.
Erklärt, was ein Patronat ist
«Patronat» ist kein Alltagswort. Wer auf eurer Seite landet, sieht eine Reihe fremder Namen und ein Formular — aber nicht, worauf er sich einlässt und was nach dem Absenden passiert. Genau das steht deshalb über der Liste: ein Erklärungstext und der Ablauf in Schritten.
Beides ist vorausgefüllt. Ihr müsst also nichts schreiben, damit die Seite verständlich ist — aber der eigene Text ist fast immer der bessere. Schreibt hinein, was ein Patronat bei euch bewirkt: Der FC Oberglatt erzählt an dieser Stelle, dass die heutigen Aktivspieler einmal als Junioren angefangen haben und ein Patronat damit beide Bereiche stärkt. Eine Leerzeile im Feld wird auf der Website zu einem neuen Absatz.
Die Überschrift könnt ihr mitgeben. Ohne eigene steht dort «Was ist ein Patronat?».
Beim Ablauf sind vier Schritte vorgegeben, und sie richten sich danach, ob die Anmeldung über die Website offen ist: mit Formular endet der Weg beim Eintrag auf der Seite, ohne Formular beim Gespräch mit euch. Sobald ihr selbst einen Schritt anlegt, gilt eure Liste vollständig — der vorgegebene Ablauf verschwindet dann.
Das Reglement gehört auf die Seite
Im selben Bereich hängt ihr euer Patronats-Reglement als PDF an. Es erscheint dann als Download zuoberst auf der Patronatsseite. Solange nichts hinterlegt ist, steht dort auch kein Link.
Das lohnt sich besonders, wenn eure Spieler selbst Patronate werben: Sie haben damit einen Link, den sie weitergeben können, und es steht schwarz auf weiss, was ein Patronat umfasst — und was nicht. Niemand kann im Namen des Vereins etwas versprechen, das nicht im Reglement steht.
Spende oder Werbung — die Frage, die zählt
Bei jeder Form wählt ihr die Steuerkategorie. Das ist keine Formsache, sondern der Unterschied zwischen einem Beitrag ohne Mehrwertsteuer und einem steuerbaren Umsatz:
- Nicht-Entgelt — eine Spende, ein Gönner- oder Passivmitgliederbeitrag. Es gibt keine Werbeleistung dafür.
- Werbeleistung — ihr erbringt etwas dafür. Die Faustregel der Steuerverwaltung: Steht der Name auf Trikot, Bande, Fahrzeug oder Werbegeschenk, ist es Werbung. Eine blosse Nennung auf einer Gönnerliste oder im Jahresbericht ist es nicht.
Die Kategorie wird beim Erfassen auf den einzelnen Eintrag übernommen und bleibt dort stehen. Ändert ihr die Form später, gilt das für neue Einträge — damit eine Änderung nicht rückwirkend eure Buchhaltung des Vorjahres umdeutet.
Ein Patronat erfassen
Ihr wählt die Form, tragt Patron und Betrag ein und entscheidet, wem es zugutekommt: einem Spieler, einer Mannschaft oder dem Verein. Ein Spieler-Patronat darf auch ohne benannten Spieler stehen — wer eure erste Mannschaft unterstützen möchte, ohne jemanden persönlich zu kennen, ist kein Sonderfall, sondern ein Normalfall.
Die Adresse wird in Strasse, Nummer, Postleitzahl und Ort getrennt erfasst. Das wirkt umständlich und hat einen Grund: Die QR-Rechnung nimmt ab November 2026 nur noch getrennte Adressen an, und ein einmal als Block erfasster Text lässt sich später nicht verlässlich zerlegen.
Besucher melden sich selbst
PatronatAnmeldung über die Website
Mit diesem Haken erscheint auf eurer Patronatsseite ein Formular: Wer euch unterstützen möchte, wählt eine Form, wählt einen Spieler oder die Mannschaft, trägt seine Angaben ein und schickt ab. Ihr müsst nichts abtippen.
Damit ein Spieler gewählt werden kann, hinterlegt ihr die Mannschaft — in der Regel die erste. Nur deren Kader steht auf dem Formular zur Wahl. Ohne diese Angabe können Besucher die Mannschaft allgemein unterstützen, aber keinen einzelnen Spieler. Das ist Absicht: Eine öffentliche Auswahlliste über alle Mitglieder wären hunderte Namen, Kinder darunter.
Neben jedem Namen steht, ob er schon einen Patron hat. Wer noch keinen hat, steht ohne Zusatz da — so sieht ein Besucher, wo noch eine Lücke ist.
Unter «Meldungen gehen an» tragt ihr die Adressen ein, die bei einer neuen Meldung eine Mail bekommen. Bleibt das Feld leer, steht die Meldung nur im Admin und jemand muss von sich aus nachsehen.
Nichts steht öffentlich, bevor ihr es angesehen habt
Ein neuer Eintrag steht auf «Beantragt» und erscheint nirgends — auch der, den sich jemand selbst über die Website gemeldet hat. Erst wenn ihr ihn auf «Aktiv» setzt, geht er auf die Website. Das ist Absicht: Wenn eure Spieler im eigenen Umfeld Patronate werben, soll niemand öffentlich stehen, bevor jemand geprüft hat, ob die Branche mit einem bestehenden Sponsor kollidiert.
Was am Ende zu sehen ist, entscheidet die Sichtbarkeit pro Eintrag: gar nicht, nur der Name, Name mit Logo, oder zusätzlich verlinkt.
Die Laufzeit erspart euch das Aufräumen
Tragt ein Enddatum ein, dann verschwindet der Patron danach von selbst von der Website. Ohne Enddatum bleibt er stehen, bis ihr den Status ändert. Ein abgelaufenes Patronat, das noch monatelang wirbt, ist ärgerlicher als eine kurze Liste.
Anrechnung an die Klubgebühr
Bei einem Spieler-Patronat könnt ihr festhalten, wie viel davon an die Klubgebühr des Spielers angerechnet werden soll. ClubKit hält diesen Betrag fest und verrechnet nichts — die Verrechnung bleibt vorerst bei euch.